Elke

Reiselied (Hermann Hesse)

Sonne leuchte mir ins Herz hinein, Wind verweh mir Sorgen und Beschwerden! Tiefere Wonne weiß ich nicht auf Erden. Als im Weiten unterwegs zu sein. Nach der Ebne nehm ich meinen Lauf, Sonne soll mich sengen, Meer mich kühlen; Unsrer Erde Leben mitzufühlen Tu ich alle Sinne festlich auf. Und so soll mir jeder neue Tag Neue Freunde, neue Brüder weisen, Bis ich leidlos alle Kräfte preisen, Aller Sterne Gast und Freund sein mag.

„Ehrfurcht vor dem Leben“ (Albert Schweitzer)

Heimat ist ja bekanntlich dort, wo man seine Kindheit und Jugend verbringt. Aber viele haben keine Heimat mehr. Wie gut haben wir es doch, unser eigenes Leben selbst zu bestimmen. Das ging mindestens ein bis zwei Generationen in unserem Land vor uns nicht so bzw. geht es vielen Menschen auf dieser wunderbaren Erde auch heute noch nicht. Viele Menschen werden fremdbestimmt, entwurzelt und vertrieben. Ich kann selber festlegen, wann ich wie und wohin gehen, verweilen und bleiben möchte. Manchmal ist es die „kleine“ und ein anderes Mal die „große“ Welt. Aber immer ist es Bewegung, ein Weiterreisen, eine Wanderschaft.

Und am Ende möchte man ruhen, bei sich Ankommen und Frieden finden.

Elke, Deutschland