Julia

Die Frage ist, ob ein Mensch im Laufe seines Lebens überhaupt irgendwo ankommen muss. Ist nicht das Leben selbst eine kontinuierliche Reise? Ist es nicht das, was es ausmacht? Durch meine Arbeit in Sri Lanka fiel es mir in den letzten Jahren sehr schwer, überhaupt irgendwo richtig anzukommen, mich verwurzelt zu fühlen oder zugehörig. Mittlerweile denke ich, dass es nicht das räumliche oder zeitliche Ankommen ist, was zählt, sondern das Ankommen und Verweilen bei sich selbst. Mir ist es wichtig, mich auf der Reise meines Lebens selbst kennenzulernen, mir zuzuhören und meinen eigenen Bedürfnissen zu folgen. Dies habe ich vor allem in den letzten Monaten gelernt, nachdem ich jahrelang nur wenig darauf geachtet habe, was mir gut tut und was ich brauche. Ich denke, nur wer sich selbst nah ist, hat die Möglichkeit, ein Gefühl des Ankommens zu empfinden und zwar unabhängig davon, wie weit und wie lang die zukünftige

Reise noch sein wird.

Julia, Deutschland | Sri Lanka